S04 und seine Fans:
Kommunikation nicht leicht gemacht
Die
"Kleine Gruppe" hat sich in der Schalker Fan-Szene gegründet, um die
Kommunikation und Zusammenarbeit mit der Vereinsführung zu verbessern - im
Sinne der Fans, im Sinne des Clubs. Auch Clemens Tönnies forderte den
„sofortigen Weg zurück zur Kommunikation“.
Der
Weg schien erfolgreich: Letzte Woche einigte sich eine Arbeitsgruppe
(Fan-Vertreter, Vereinsführung und Presseabteilung des S04) auf eine neue
Struktur zur Fanbetreuung – nämlich fast die alte. Ein Erfolg, für den wir uns
bei Horst Heldt, Moritz Beckers-Schwarz, Volker Fürderer und Thomas Spiegel
bedanken. Die gemeinsam verfasste Erklärung publizierten dann auch alle
Fan-Organisationen - der Verein entgegen der Absprache allerdings bisher nicht.
Offenbar ist Rolf Dittrich, Pressesprecher des S04, nicht bereit, diese von
einem Vorstandsmitglied abgesegnete Presseerklärung zu veröffentlichen. Nicht
das erste Mal, dass dieser Mann die Kooperation verweigert – mit den Fans und
den eigenen Kollegen.
Daher
bitten wir den Aufsichtrat des FC Schalke 04 e. V. hiermit, die Arbeit und
Kompetenzen von Herrn Dittrich zu überprüfen und eventuell notwendige
Konsequenzen zu ziehen. Falls der Aufsichtsrat nicht der richtige
Ansprechpartner für dieses Anliegen ist, wenden wir uns auch gerne an den
Ehrenrat des FC Schalke 04.
Für
zusätzlichen Ärger unter den Fans sorgte dann die Nachricht vom letzten
Wochenende, dass für die CL-Spiele in der Gruppenphase an zwei Tagen
Eintrittskarten zum Preis von € 25 verkauft werden sollen. Überraschend, denn
zum Thema „Kartenpreise“ hatte die Kleine Gruppe beim Vorstand wiederholt, aber
bisher leider vergeblich, auf dringenden Gesprächs- und Handlungsbedarf
hingewiesen.
Warum
nun diese Aktion? Nun, es gibt noch sehr viele Karten - und das hat sicherlich
vorrangig etwas mit den hohen Preisen zu tun. Erinnert sei an Magaths Aussage:
„Wer die Preise nicht zahlen will, soll es doch lassen.“ Durch diese
Sonderaktion können nun viele derjenigen, die gerne "zahlen wollten",
es sich aber leider nicht leisten konnten, doch live dabei sein und die
Mannschaft unterstützen - eigentlich ist die Aktion also begrüßenswert,
allerdings ist sie aber eben auch ein Schlag ins Gesicht derer, die sich die
überteuerten Karten bereits gekauft haben - zum Großteil langjährige treue
Stadiongänger und Dauerkarteninhaber (Stichwort: „Schalke-Total-Abo").
Und
selbst aus kaufmännischer Sicht (lieber € 25 pro Karte als leere Plätze) ist das Ganze nicht durchdacht - Warum
sollten wir Fans zukünftig nicht auf den „Schlussverkauf“ warten? Dahin ist
dann der schöne Zinsgewinn von Eintrittsgeldern, die wochen- und monatelang vor
dem Spiel bezahlt werden...
Wenn
diese Aktion jedoch bei aller Kritik der erste Schritt ist, die Preispolitik grundlegend
zu überdenken: Herzlich willkommen!
Anders
als Herr Dittrich, sind wir keine Profis in der Medienarbeit, nehmen unsere
Aufgabe als Fanvertreter allerdings ernst - aus Liebe zu unserem Verein!